Willkommen auf meinem Blog

Nachdem sich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis herumgesprochen hat, dass ich nebenberuflich als Wechseljahresberaterin arbeite,
werde ich immer wieder um Tipps und Rat gefragt.
Dabei entstand die Idee zu diesem Blog, um so mein Wissen über das Thema Wechseljahre allen Interessierten anzubieten.
Wenn Sie Informationen und Inhalte haben, die zu diesem Blog gut passen, schreiben Sie mir ruhig, so dass wir es mit allen teilen können.

Kommentare und Austausch sind gern gesehen und erwünscht.

Mittwoch, 26. Januar 2022

Hormone und gesunde Fette – auf das Verhältnis kommt es an

Man kann Hormone nicht in "gut" oder "schlecht" für die Gesundheit einordnen, sondern nur in einem „ausgewogenen“ und „nicht ausgewogenen“ Verhältnis.

Hormone sind körpereigene Informationsübermittler, die sich als Partner im Auf- und Abbau gegenseitig regulieren.
So koordinieren und beeinflussen Hormone alle wichtigen Funktionen und Bereiche wie Stoffwechsel, Schlaf, Geschlecht, Monatszyklus, Haarwuchs, Hunger, Durst, Bio-Rhythmus, Antrieb, Blutdruck, Psyche, biologisches Alter, Leistungsfähigkeit, Körpertemperatur, Fortpflanzung, Wachstumsprozesse und vieles mehr.

Sogar die Fettverteilung am Körper wird durch Hormone reguliert. Frauen haben häufig eine "birnenförmige" Fettverteilung an Hüften, Gesäß und Oberschenkeln, während sich bei Männer überschüssige Körperfett vorwiegend im Bauchbereich ansammelt.

Leider können bereits geringste Änderungen im Hormonhaushalt heftige Körperreaktionen auslösen. Dies kann in Stresssituationen günstig sein, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen (Adrenalinschub), aber auch höchst unerfreuliche und schmerzhafte Reaktionen auslösen.

Dies erleben wir auch, wenn wir über einen längeren Zeitraum ein zigfaches mehr an Omega-6 als an Omega-3 Fettsäuren zu uns führen.
Fehlt die Omega-3 Fettsäure, können verschiedene Gewebshormone, nicht oder nur unzureichend gebildet werden. Dies führt fast immer zu erheblichen Missempfindungen bis hin zu schweren Krankheiten.

Genetisch vorgegeben und daher optimal wäre ein Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren-Verhältnis wie 2-3:1. Unsere aktuell massiv getreidebetonte Ernährung (Getreide-Einsatz auch als Mastfutter für Geflügel, Stalltiere & Zuchtfisch-Betriebe) hat dieses Verhältnis mittlerweile auf sage & schreibe 25:1 hochgetrieben, zugunsten von Omega-6-Fettsäuren.
Neben der Getreidemast verschärft die einseitige Verwendung von Omega-6 reichen Ölen das Problem.
Mit allen negativen und ungesunden Konsequenzen für uns Menschen.

Hier eine Übersicht der gängigen Speiseöle:



Omega 9
Omega 6
Omega 3
Omega 6 : Omega 3
Distelöl                         
11,4
73,9
0,5
148:1
Traubenkernöl                   
15,7
69,2
0,5
138:1
Sonnenblumenöl                  
21,9
61,0
0,5
122:1
Margarine, Linolsäure >50%      
14,3
41,1
0,5
82:1
Sesamöl                        
39,5
41,4
0,7
59:1
Maiskeimöl                       
24,8
54,3
1,0
54:1
Erdnußöl                        
46,8
25,8
0,8
32:1
Margarine, pflanzlich Linolsäure 30-50%
17,6
32,1
2,3
14:1
Olivenöl                         
70,0
8,6
0,8
11:1



Weizenkeimöl                    
16,6
54,2
7,1
8:1
Sojaöl                         
23,4
49,5
7,0
7:1
Walnußöl                        
15,2
57,3
10,1
6:1
Rapsöl                       
60,2
20,4
9,3
2:1
Hanföl
13,1
60,3
20,2
3:1
Leinöl                      
16,2
15,1
61,5
1:4



Und hier eine Liste mit positiven und negativen Auswirkungen von Omega 6 Fettsäuren


Ausgewogenes Omega-6-Verhältnis
Nicht ausgewogenes Omega-6-Verhältnis (zu viele)


Gut für eine optimale Blutgerinnung 
Die gebildeten Hormone sorgen für eine kurze Blutungszeit bei Wunden. Dies schützt den Körper vor Blutungen und Blutverlusten.
Es werden zuviel Hormone für die Blutgerinnung produziert
Die Blutplättchen kleben zusammen und verstopfen die Adern. Langfristig kann es zu Blutgerinnseln und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen.


Kontrollierte Steigerung des Blutdrucks   
Kurzfristig wichtig für Höchst-leistungen und bei Stress.
Kann zu chronischem Bluthochdruck führen 
Blutgefäße altern schneller und  Spätfolgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Nieren- und Augenveränderungen können die Folge sein.


Aktivierung der Immunzellen
 Im nötigen Rahmen wichtig, z.B. für die Abwehr von Infekten und Krankheitserregern
Ein daueraktiviertes Immunsystem führt zu chronischen Entzündungserscheinungen 
Schmerzhaft entzündliche Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis, Multiple Sklerose, Allergien, Morbus Bechterew, Hautentzündungen, Ekzemen, Psoriasis werden gefördert.


Es wäre völlig falsch zu empfehlen, die Gesamtfettzufuhr drastisch zu reduzieren oder die Omega-6 Fettsäuren vollkommen zu meiden. 
Der Satz: "Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist!" den der Arzt Paracelsus vor ca. 450 Jahren formulierte, trifft den Kern des Problems.
Bei den Fettsäuren gelingt dies umso besser, wenn wir den Anteil der Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung erhöhen.
Sie sind die Spezialisten mit den besten Erfolgsaussichten, wenn es darum geht, die negativen Auswirkungen an Omega-6 Fettsäuren zu stoppen und die zu hohen Konzentrationen aus den Geweben zu verdrängen.





Sonntag, 5. Dezember 2021

Eine voll erblühte Rose

Frauen in den Wechseljahren sind mit der voll erblühten Rose des Spätsommers und Herbstes vergleichbar, die beginnt, sich in eine leuchtend rote, saftige Hagebutte zu verwandeln – der Teil der Rose, der die Samen enthält, aus denen potenziell hunderte von neuen Rosen wachsen können.

Verschiedene Studien zeigen dass es eine enge Verbindung zwischen Erwartungen und Gedanken einerseits und dem Erleben von Wechseljahrsbeschwerden anderseits gibt.

Wenn Sie glauben mit 50 Jahren zum alten Eisen zu gehören, werden sie die Signale der Wechseljahre viel stärker Wahrnehmen und negativer bewerten, als wenn Sie davon ausgehen, dass die Wechseljahre Wachstumsjahre sind, und Sie mit jedem Jahr an Reife, Humor und Lebenskompetenz gewinnen.

Hören Sie auf, über den Alterungsprozess in Klischees zu denken.
Bleiben Sie geistig aktiv und sozial eingebunden. Kurse, Freunde, neue Sportart, neue Karriere, Ehrenamt. Keine Routine. Hirnforscherin Marian Diamond: „Wenn es ums Gehirn geht, gibt es ein sehr einfaches Prinzip: "Use it, or lose it.“

Entwickeln Sie eine optimistische Lebenshaltung. Optimisten leben gesünder und länger.
Arbeiten Sie aktiv an Ihren Gedanken und an Verhaltensweisen, um solche persönlichen Züge – wie Feindseligkeit, pessimistische Gedanken und die Neigung, sich sozial zu isolieren – zu verändern, die bekanntermaßen mit verfrühten Tod und Behinderung einhergehen. Wenn nötig suchen sie Hilfe bei einen Therapeuten.

Entwickeln Sie einen gesunden Sinn für Humor und verleihen Sie ihn Ausdruck. Lachen sie. Sketsche, Komödien, Filme, egal...alles was ihnen gefällt.

Ernähren Sie sich gesund, und halten Sie sich fit.

Machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube. Drücken Sie Ihre Gefühle ungehemmt aus, und heilen Sie damit ihr Leben. Viele Krankheiten sind auf unterdrückte Emotionen zurückzuführen.

Setzen Sie sich nie zur Ruhe. Finden Sie heraus, was Sie wirklich gerne tun würden, und Sie werden niemals auch nur einen Tag in Ihrem Leben arbeiten.

Es scheint so, als ob eine positive Einstellung und Neugier Frauen Gelassenheit geben und mit der Fähigkeit einhergehen, den Beschwerden nicht allzu viel Aufmerksamkeit zu schenken bzw. ihnen sogar etwas Positives abzugewinnen.

Sonntag, 31. Oktober 2021

Von körperlichen zur geistigen Mutterschaft


...oder, brave Frauen kommen in die Wechseljahre, böse kommen weiter!

Die Zeit der Wechseljahre ist tatsächlich eine wichtige Phase der geistigen Entwicklung, in der wir zusammenhänge erkennen und Probleme lösen, neue Sicherheiten finden, unsere Intuition und Hellsichtigkeit stärken, eine andere Ordnung schaffen können.

Es ist die Phase, in der Frauen – erstmals befreit von vielen äußeren und inneren Dingen – wirklich auf eine höhere Ebene zu sich selbst finden können.
Dabei hilft uns die Natur auf wunderbare weise.
In dem sie die Östrogenbildung drosselt.

Dieses Hormon ist nämlich unter anderem während der fruchtbaren Jahre dazu da, uns friedlich und anpassungsfähig – lammfromm und brav eben – zu halten. Entwicklungsgeschichtlich gesehen hat das seinen Sinn, denn es garantiert, dass Frauen bei der Kinderaufzucht bei der Stange bleiben.

Doch dass ist ja irgendwann nicht mehr nötig. Wenn sich der Hormoncocktail in den Wechseljahren dann allmählich wandelt und neu mischt, kommt die große Chance, dass sich Frauen nun sich selbst zuwenden können, beherzter, fordernder zu werden und im Leben noch etwas auf die Beine zu stellen.
Frauen können endlich die männlicheren und aktiveren Seiten ausleben, ohne ständig auf irgendetwas Rücksicht nehmen zu müssen.

Fragen die wir uns jetzt möglicherweise stellen:

Wer bin ich?
Was ist der Zweck meines Lebens?
Was habe ich von meinen Lebensplänen verwirklicht?
Was will ich? Was will ich noch erreichen?

Wovon will ich mich befreien, und warum soll ich mich noch verbiegen?

Die meisten Frauen erleben in diesen Jahre eine Phase, in der sie das Gefühl haben, nichts mehr aufnehmen zu können. Es ist die Zeit des großen Kehraus, das Leben muss aufgeräumt, entrümpelt, und der eigentliche Kern wieder herausgearbeitet werden.

Die Erscheinungen der hormonellen Umstellung können uns auch auf Umstände in unserem Leben hinweisen, die wir bei näheren Besehen ändern wollen.
Zum Beispiel anders mit den Kräften umgehen, sich für sich selbst Zeit nehmen, keinen Raubau mehr mit dem Körper zu treiben, Überflüssiges über Board zu werfen, sich nicht mehr um Äußerlichkeiten zu kümmern, für sich Selbst zu sorgen, sich Perspektiven zu schaffen, die Partnerschaft mit intensiveren Leben zu gestallten.

Es gilt die Lebensphase zu akzeptieren, Würde und Selbstachtung zu gewinnen, die es ermöglichen zur reifen Entscheidungen zu kommen.

Und wir bedienen uns selbstbewusst der Mittel, die es gibt, um Beeinträchtigungen zu lindern oder zu beseitigen. Aber wir bestimmen selbst was wir wollen, und wie wir das wollen.