Willkommen auf meinem Blog

Nachdem sich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis herumgesprochen hat, dass ich nebenberuflich als Wechseljahresberaterin arbeite,
werde ich immer wieder um Tipps und Rat gefragt.
Dabei entstand die Idee zu diesem Blog, um so mein Wissen über das Thema Wechseljahre allen Interessierten anzubieten.
Wenn Sie Informationen und Inhalte haben, die zu diesem Blog gut passen, schreiben Sie mir ruhig, so dass wir es mit allen teilen können.

Kommentare und Austausch sind gern gesehen und erwünscht.

Sonntag, 5. September 2021

Vitamin D

In letzter Zeit lese ich immer wieder Berichte über Vitamin-D, vor allem über Vitamin D-Mangel und die Folgen davon.
Habe hier ein paar Informationen zusammengetragen, die von 2 Autoren veröffentlicht wurden. Dr. med. Raimund von Helden, ein praktizierender Landarzt in Sauerland, und Dr. Nicolai Worm, Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, aus München.
Die Links dazu befinden sich weiter unten.

Vitamin-D-Mangel ist Ursache vieler Erkrankungen und weit verbreitet.

Die einzig relevante Quelle der Vitamin-D-Versorgung ist die Sonne.
Unser „Fortschritt“ im Lebensstil hat auch dazu geführt, dass wir vom natürlichen Tag-und-Nacht-Rhythmus zunehmend abkoppelt wurden. Die meiste Zeit verbringen wir in künstlich beleuchteten Innenräumen und, durch Beton und UVB-undurchlässiges Glas, abgeschirmt vom Licht der Sonne.
Schließlich wird den Menschen von undifferenzierten „Fachleuten“ ständig eingetrichtert, dass Sonnenlicht vor allem schädlich sei, und dass wir uns nur durch konsequente Nutzung von Sonnenschutz mit ganz hohem Lichtschutzfaktor vor fürchterlichen Konsequenzen retten könnten.

Die dramatische Konsequenz: Zumindest im Winterhalbjahr, also im Zeitraum von November bis April, sind auf unseren Breitengraden der Großteil der Bevölkerung von einem Mangel betroffen.

Was einem auch keiner sagt ist: Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel ist nicht nur ein Risiko für die Knochengesundheit, sondern ist eine Mangelversorgung mit Vitamin D ein großer Risikofaktor für schwerwiegende, therapieintensive und langwierige Zivilisationskrankheiten.
Starker Mangel kann zu Krämpfen, Muskelzuckungen und Muskelschmerzen führen, zu Unruhe, Schlafstörungen und Depression, zu Erschöpfung, Schwäche, Rücken- und Kopfschmerzen, Kältegefühl in Händen und Füßen sowie Kreislauf- und Durchblutungsstörungen.

Bei all diesen Beschwerden ist oft eine schnelle Besserung und dauerhafte Heilung möglich. Durch hoch dosierte Vitamin-D Präparate. Entscheidend ist, dass gleich zu Beginn ein optimaler Vitamin-D Spiegel erreicht, und danach aufrechterhalten wird.

Bei verdacht auf Mangel sollte zu erst Vitamin-D-Wert ermittelt werden.

Den Vitamin-D-Status misst man über die Konzentration im Blut. Die Blutentnahme sollte am besten morgens nüchtern erfolgen.

Viele Labors geben bedauerlicherweise noch folgende Einteilung an:
normal: 20,0–60,0 ng/ml
leichter Mangel: 10,0–20,0 ng/mlschwerer Mangel: <10,0 ng/ml

Diese Einschätzungen gelten als überholt!

In den letzten Jahren haben unzählige wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass Werte von mindestens 30 ng/ml erreicht werden müssen, um diversen Gesundheitsrisiken zu entgehen.

Mehr Infos findet man unter folgenden Links:

http://www.vitamindelta.de/



Sonntag, 29. August 2021

Bioidentische Hormone

Nachdem bekannt wurde, dass künstliche Hormone zu Krebs und Schlaganfall führen können, breitete sich nach der Euphorie über Hormone als ewigem Jungbrunnen allgemeine Ratlosigkeit aus.

Mit Verbreitung der Studienergebnisse der Women‘s Health Initiative 2002, trat die Entwicklung risikoarmer Alternativen mit körperidentischen Hormonen in den Fokus.

Nicht die Hormon-Ersatztherapie an sich ist ein Problem. Sondern, dass fast ausschließlich mit künstlichen Hormonen behandelt wird, mit so genannten Designer-Hormonen. Da diese sich von den im Körper vorkommenden Hormonen erheblich unterscheiden, ihre biochemische Struktur anders ist, können sie auch nicht optimal in den Stoffwechsel integriert werden. Führt man dem Körper dagegen bioidentische Hormone zu, können diese sehr viel besser genutzt werden.

Langsam setzt sich das Wissen über diese, sehr gut wirksame, Hormonbalance Therapie durch. Ihr Geheimnis: Wirkstoffe der Yamswurzel. In der Yamswurzel ist Saponin Diosgenin enthalten. Diosgenin besitzt in seiner chemischen Struktur Ähnlichkeit mit Steroidhormonen wie z.B. dem körpereigenen Progesteron, und wird im Labor so aufbereitet, dass es in seiner chemischen Struktur völlig identisch mit dem körpereigenem Progesteron ist. Damit es von Körper aufgenommen wird, muss die Bioverfügbarkeit erhöht werden, das erreicht man durch die Mikronisierung.
Das mikronisierte Progesteron wird als Salbe, Creme, Gel oder Kapseln angeboten. Alle Formen sind in Deutschland verschreibungspflichtig.

Einer ihrer Pioniere war der amerikanische Arzt Dr. John R. Lee aus Kalifornien. Er therapierte über dreißig Jahre lang erfolgreich mit bioidentischen Hormonen, vor allem mit dem natürlichen Progesteron.

Mittlerweile gibt es auch bei uns immer mehr Ärzte die mit bioidentischen Hormonen behandeln. Meistens wird das Utrogest (Progesteron) als Kapsel, und das Gynokadin (Östrogen) als Gel verschrieben. Wenn Frau auch unter Scheidentrockenheit leidet, wird zudem noch eine Vaginalcreme mit dem Wirkstoff Estriol (ein relativ schwaches und kurz wirksames Östrogen) verschrieben, z.B. Oekolp oder Xapro Creme.

Die meisten Frauen kommen damit, nach dem sie die richtige Dosierung für sich gefunden haben, sehr gut zurecht.

Was leider fehlt, ist die sorgfältige Anamnese, ein fundiertes Wissen über die vielfältigen und komplizierten hormonellen Vorgänge in den Wechseljahren, um die Wirkung und die Dosis der Hormone, sowie erwartete Nebenwirkungen und Risiken, besser einschätzen zu können. Es werden immer noch keine Blutuntersuchungen gemacht, um einen eventuellen Mangel festzustellen, sondern die Frauen müssen durch ausprobieren ihre Dosis meist selbst rausfinden.
Wenn Frau auf ein Blutest besteht, muss sie es meistens selber bezahlen.

Auch wenn die Hormonbalance Therapie mit bioidentische Hormonen meist ohne Nebenwirkungen, und sehr wirksam ist, gehört sie in die Hände von erfahrenen Experten. Bitte nicht selber experimentieren.

Dr. Alexander Römmler (ehemals Hormonzentrum München) hat zu diesem Thema eine auch für Laien gut verständliche Publikation rausgebracht.

Sonntag, 22. August 2021

Haarausfall und Selenmangel


Selen (griechisch Mond, Mondschein) ist ein Halbedelmetall, ein sog. Spurenelement. Früher als giftig gehalten, weiß man heute dass Selen als Nahrungsbestandteil für Säugetiere lebensnotwendig ist. Inzwischen sind viele selenhaltige Eiweiße bekannt, die wichtige enzymatische Reaktionen im menschlichen Körper katalysieren. 
Sie sind beteiligt an:

· Synthese und Abbau von Schilddrüsenhormonen
· Reparatur und Schutz von Makromolekülen und Biomembranen
· Modulation von Entzündungsreaktionen
· Modulation des Immunsystems.

Deshalb wird Selen als „Multitalent“ im Stoffwechsel angesehen.
Europa gilt als Selen-Mangel-gebiet, da durch Überdüngung und sauren Regen, die Pflanzen Selen aus dem Boden nicht mehr in ausreichender Menge aufnehmen können. So beträgt die durchschnittliche Tageszufuhr von Selen in D bei Frauen 30µg/Tag, bei Männern 40 µg/Tag. Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für die tägliche Zufuhr bei gesunden beträgt 50-100 µg/Tag. Der Bedarf bei schweren Erkrankungen, Intensivtherapie, schweren Infektionen, großen Operationen, Während und nach Chemotherapie oder Bestrahlungen im Rahmen der Krebsbehandlung und in der Schwangerschaft liegt deutlich höher.
Selen findet sich in tierischen und pflanzlichen Produkten v.a. in Fisch, Fleisch, Innereien, Nüssen, v.a. in Kokos- und Paranüssen, Sesam und Getreide.
Bei Haarausfall oder trockener Haut, Symptome, die häufig in den Wechseljahren auftreten, finden sich recht häufig niedrige Selenspiegel, so dass sich hier eine Einnahme von Selen in Dosen von 50-100 µg/Tag für maximal 3 Monate anbietet. Bessern sich die Symptome, kann die Selengabe beendet werden.

Auszug aus Clio Nr. 75 – Die Zeitschrift für Frauengesundheit – Hrsg: FFGZ Berlin